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Es gibt – abgesehen von der Mikrowellentechnologie – verschiedene Methoden zum Messen der Feuchte in Onlineprozesssteuerungen, darunter Widerstands- und kapazitive Messungen sowie Infrarot- und Nukleartechnologie. Jede dieser Methoden bringt spezifische Probleme mit sich und ist deshalb keine ideale Lösung für die Werksteuerung.

Widerstandsmessung
Diese Technik ist fehleranfällig, weil Wasser kein konsistenter Leiter ist. So leitet destilliertes Wasser den Strom beispielsweise nicht, während Salzwasser als Leiter fungiert. Die Technik wird also signifikant von Verunreinigungen im Wasser beeinflusst.

Kapazitive Messung
Dies ist eine gebräuchlichere Methode der Feuchtemessung, die aber ebenfalls von Verunreinigungen im Wasser beeinflusst wird. Zudem ist der effektive Messbereich begrenzt.

Infrarot
Dies ist eine sehr gebräuchliche Methode zum Messen der Feuchte. Da die Technik aber auf Reflexion basiert, misst sie nur die Oberfläche und nicht unbedingt einen für die Gesamtfeuchte des Produkts repräsentativen Wert. Die Technik ist teuer und setzt spezielle Geräte für die Kalibrierung sowie eine staub- oder feuchtefreie Umgebung voraus.

Nuklear
Die Nukleartechnik zur Feuchtemessung ist eine präzise Methode für die Feuchtesteuerung. Sie ist jedoch für viele Branchen nicht geeignet, kann extrem teuer sein und funktioniert nur bei großen Materialmengen zuverlässig.

Im Unterschied zu diesen anderen Methoden der Feuchtemessung wird die Mikrowellenmethode von Hydronix am wenigsten durch Unreinheiten, Farben, Partikelgröße und Temperatur beeinflusst und ist zudem absolut sicher.

Die Mikrowellen-Feuchtemessung

Dipolares WassermolekülUm die Feuchte präzise zu messen, muss die Anzahl der Wassermoleküle im Material bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird das zu messende Material über die Keramikstirnplatte oder den Kopf des Mikrowellen-Feuchtesensors geleitet, die bzw. der ein elektromagnetisches Feld extrem geringer Stärke erzeugt. Aufgrund der dipolaren Effekte eines Wassermoleküls ändert sich die Resonanzfrequenz eines Mikrowellenresonators mit der Variation des Feuchtegehalts. Diese Variationen werden von der Sensorelektronik erkannt. Sie werden dann in Form „unskalierter Einheiten“ gemessen, die mittels eines Kalibrierungsprozesses skaliert werden, um eine präzise Ausgabe des Feuchtegehalts zu liefern. Das resultierende Signal wird über eine analoge (0–20 mA [0–10 V] oder 4–20 mA) oder eine digitale RS485-Kommunikationsverbindung zur Werkssteuerung geleitet, die automatisch Korrekturen für den Wasserzugabeprozess vornehmen kann.